Fußfehlstellungen & krumme Zehen
06. Oktober, 2021

Fußfehlstellungen & krumme Zehen

Von Irini Diamanti

Plattfuß, Spreizfuß und Hallux valgus – das sind Begriffe, die die meisten von uns schon einmal gehört haben. Doch worin unterscheiden sich die ganzen Fußtypen voneinander? In diesem Beitrag fassen wir dir die Eigenschaften der verschiedenen Fuß- und Zehenfehlstellungen zusammen.

Fußfehlstellungen

Unsere Füße leisten Großes – doch das ist den wenigsten von uns aktiv bewusst. Denn in Deutschland legen wir durchschnittlich 5200 Schritte pro Tag zurück. Bei jedem dieser Schritte tragen unsere Füße unser ganzes Gewicht. Solange diese gesund sind, ist dies kein Problem: Die 26 Knochen, die Muskeln, Bänder und Sehnen sorgen nämlich für eine reibungslose Funktion.  

Was ist eine Fußfehlstellung?

fußfehlstellung abdruck

Ist die Fußmuskulatur jedoch abgeschwächt und die Sehnen verkürzt, bringt es zahlreiche Probleme mit sich. Denn dadurch entsteht eine Fußfehlstellung, welche eine falsche Körperhaltung zur Folge hat und dafür sorgt, dass unser Körpergewicht nicht mehr gleichmäßig auf den Füßen lastet.

Das Resultat dessen sind häufig Verspannungen im Nacken, Schmerzen in den Füßen, den Knien, der Hüfte oder dem Rücken.

Welche Fußfehlstellungen gibt es?

Im weiteren Verlauf listen wir dir die gängigsten Fußfehlstellungen auf.

Spreizfuß 

Ist dein vorderes Quergewölbe abgeflacht? Dann hast du einen Spreizfuß. Durch die abgeflachte Form weichen bei einer Spreizfuß-Fehlstellung die Mittelfußknochen voneinander aus, wodurch der Vorfuß stärker belastet wird.

 

spreizfuß

Die falsche Belastung des Vorfußes sorgt dafür, dass viele Betroffene unter Schmerzen im Ballen und den Zehen leiden. Druckstellen und Schwielen sind dabei auch keine Seltenheit. Unbehandelt kann ein Spreizfuß die Entstehung eines Hallux valgus oder einer anderen Zehenfehlstellung begünstigen.

Knickfuß

Hast du X- oder O-Beine? Dann liegt das vermutlich an einem sogenannten Knickfuß. Bei einem Knickfuß handelt es sich um eine Fußfehlstellung, bei der die Fersen nicht gerade auf dem Boden liegt. Dadurch ist der die eine Seite des Fußrandes abgesenkt und die andere Seite angehoben.

 

knickfuß

Obwohl sich die meisten Betroffenen starke Sorgen um die Ästhetik der X- und O-Beine machen, kann ein unbehandelter Knickfuß starke Folgen mit sich bringen: Schmerzen im oberen Rücken, der Hüfte oder im Knie sind dabei keine Seltenheit. In einem hohen Alter kann diese Fußfehlstellung sogar die Entstehung einer Arthrose aufgrund der falschen Belastung der Gelenke begünstigen.

Hohlfuß

Ein Hohlfuß macht sich daran erkennbar, dass das äußere Längsgewölbe stark erhöht ist. Dies führt dazu, dass ausschließlich der Vorfuß und die Ferse den Boden berühren, wie anhand der Illustration erkennbar wird. So werden diese beiden Fußbereiche stärker belastet und entstehen Schwielen und Druckstellen. 

 

Senk- & Plattfuß

Diese beiden Fußfehlstellungen werden aus einem guten Grund zusammen aufgelistet, da der Plattfuß die Extremform eines Senkfußes darstellt. Bei diesen Fehlstellungen wird – anders als beim Hohlfuß – das Längsgewölbe abgeflacht.

 

 

Dadurch berührt die Fußsohle selbst beim Abrollen den Boden. Vor allem beim Plattfuß ist die Dämpfungsfunktion des Fußes nicht gegeben, was zu einer Bewegungseinschränkung des Sprunggelenkes führen kann. 

Zehenfehlstellungen 

Nachdem wir dir die gängigsten Fußfehlstellungen und deren Merkmale aufgelistet haben, ist es an Zeit, dass wir uns den Zehenfehlstellungen widmen. 

Was ist eine Zehenfehlstellung?

Bevor wir dir erklären, was eine Zehenfehlstellung ist, ist es wichtig zu wissen, wie unsere Zehen aufgebaut sind. Alle unsere Zehen – mit Ausnahme des Großen – setzen sich in der Regel aus drei Knochen zusammen. Der Großzeh (und in einigen Fällen auch der kleine Zeh) nur aus zwei. 

Bei einer Zehenfehlstellung ändert sich zwar nicht an der Anzahl der Knochen, aber an ihrem Aussehen. Die werden krumm, weshalb man bei einer Zehenfehlstellung von einer Deformität der Zehen spricht. Diese krummen Zehen bringen einige Nachteile mit sich. Dazu gehören u. a.:

Welche Zehenfehlstellungen gibt es eigentlich?

Obwohl eine Zehenfehlstellung in jedem Zeh auftreten kann, findet sie sich am häufigsten am Großzeh sowie am zweiten Zeh wieder. Die gängigsten Zehenfehlstellungen sind:

Hallux valgus

Ein Hallux valgus, auch bekannt als Ballenzeh, ist meist mit bloßem Auge erkennbar.  Denn beim Hallux valgus wölbt sich der Ballen der Großzehe stark nach außen, wobei die Spitze des Zehs zu den anderen Zehen neigt.  Das sieht oftmals so aus, als würde ein weiterer Knochen am Zehenrand wachsen. Hinzu treten starke Schmerzen sowie Verdickungen und Rötungen auf.

Krallenzeh

Bei einer Krallenzehe berührt der betroffene Zeh nicht den Boden und bekommt dadurch die Form einer Kralle. Dabei haben es Betroffene oft schwer, den richtigen Schuh für sich zu finden.

Deformität Krallenzehe

Doch damit nicht genug! Durch diese Krallenform kann sich der Zeh mit der Zeit versteifen und sich unter den benachbarten Zehen ‚klemmen‘.

Hammerzeh

Bei der Hammerzehe handelt es sich um eine Fehlstellung, die aufgrund ihrer gebeugten Form einem Hammer ähnelt. Durch diese Form beugt sich der mittlere Knochen nach oben, sodass das Zehenende nach unten gedrückt wird.

Deformität einer Hammerzehe

Fußfehlstellungen & Zehenfehlstellungen vorbeugen

Es gibt viele Dinge, die du präventiv gegen die Entstehung einer Fuß- bzw. Zehenfehlstellung tun kannst. Solltest du bereits eine Fehlstellung in den Füßen oder den Zehen haben, helfen diese dabei, Beschwerden zu lindern und eine Verschlimmerung der Deformität hinauszuzögern. Dazu gehören:

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