Hühnerauge erkennen & vorbeugen
23. April, 2021

Hühnerauge erkennen & vorbeugen

Von Irini Diamanti

Schön sind Hühneraugen nicht, doch auch starke Schmerzen können diese bei vielen verursachen. Aus diesem Grund verraten wir dir in diesem Blogpost, wie die fiesen Verwachsungen entstehen und wie sie sich entfernen lassen.  

Was sind Hühneraugen? 

Bei Hühneraugen (Clavus, Krähenauge oder Leichdorn) handelt es sich um kleine, rundliche Hornhautverwachsungen, die nach innen wachsen und starke Schmerzen verursachen können. 

Wie entsteht ein Hühnerauge? 

Schuhe sollten zwar gut aussehen, unseren Füßen schaden sollten sie jedoch nicht. Trotzdem tragen viele von uns zu enge oder zu kleine Schuhe, die unsere Füße stark belasten. Diese Belastung begünstigt nicht nur die Entstehung einer Zehenfehlstellung, sondern auch die von Hühneraugen. 

Diese entstehen nämlich an Stellen, die einem hohen Druck oder starken Reibungen ausgesetzt sind. Aber auch eine Fußfehlstellung, wie der Spreiz- oder Senkfuß kann (durch die falsche Belastung der Füße) ein Grund für ein Hühnerauge sein. 

Um diesen Reibungen und Druckstellen entgegenzuwirken, bildet unser Körper eine Art Schutzmechanismus in Form einer Schwiele, die mit der Zeit verdickt und verhornt. Nach und nach verstärkt sich diese Verhornung und breitet sich in die innere Hautschicht aus: Das Resultat ist ein Hühnerauge. 

Am häufigsten findet sich ein Hühnerauge zwischen oder unter den Zehen, an den Fußballen sowie seitlich an den Füßen. Aber auch an den Händen und Ellenbogen können sie sich bilden.

Hühnerauge oder Warze? 

Zwischen Hühneraugen und Warzen besteht eine Verwechslungsgefahr. Vor allem die Dornwarze ähnelt einem Hühnerauge sehr. Doch bei genauerem Hinsehen erkennt man den Unterschied: 

Die Oberfläche eines Hühnerauges ist glatt und in den meisten Fällen gelblich. Wird die oberste Schichte der Hornhaut entfernt, erkennt man, dass auch das Innere aus Hornhaut besteht. 

Obwohl eine Dornwarze auch von einer Hornhaut umgeben sein kann, erkennt man spätestens beim Abtragen der Hornhaut das warzenartige Gewebe. Aber auch mit bloßem Auge kann man eine Dornwarze von einem Hühnerauge unterscheiden. Dornwarzen weisen im Gegensatz zu Hühneraugen kleine schwarze Punkte in der Mitte auf. Bei diesen Punkten handelt es sich um getrocknete Blutungen.

Im Übrigen sind die Ursachen einer Warze nicht falsche Schuhwerk, sondern Bakterien oder Viren, die in die verletzte Haut eindringen.

Hühneraugen entfernen: Diese Möglichkeiten gibt es

Du hast ein Hühnerauge entdeckt und möchtest es selbst entfernen? Das ist kein Problem, solange dieses sich in einem frühen Stadium befindet und sehr flach ist. Aber auch der Weg zum Arzt oder zur Ärztin empfiehlt sich. 

So kannst du ein Hühnerauge zu Hause entfernen: 

Ein Fußbad mit Teebaumöl kann die Hornhaut aufweichen. Danach kannst du diese mit einem Bimsstein abreiben und die betroffene Stelle mit einer reichhaltigen Pflege eincremen. 

Hierbei musst du geduldig sein. Wahrscheinlich bedarf es mehrere Anwendungen, ehe das Hühnerauge verschwunden ist. Auch Hühneraugenpflaster eignen bei der Behandlung gegen kleine Hühneraugen bestens und sind einfach in der Handhabung. Probier es einfach mal aus!

Wichtig: Versuche nie ein Hühnerauge mit einer Schere oder einem scharfen Messer zu entfernen. Dies kann zu starken Entzündungen führen. 

Bei Hühneraugen zum/ zur Ärzt:in:

Ist dein Hühnerauge größer und in einem fortgeschrittenen Stadium, solltest du auf jeden Fall deine:n Hautärzt:in oder dein:e Podolog:in aufsuchen. Diese:r weiß, welche Behandlung die Richtige für dich ist. 

Hühneraugen vorbeugen

Da vor allem Druckstellen die Entstehung eines Hühnerauges begünstigen können, empfehlen wir dir, die für dich passenden Schuhe zu tragen – deine Füße und Zehen sollten in diesen genug Bewegungsfreiheit haben. Auch solltest du das Tragen von orthopädischen Maßeinlagen in Erwägung ziehen. Diese können Fußfehlstellungen korrigieren und den Fuß entlasten. 

 

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